Integration internationaler Pflegefachpersonen (InaP 2.0)
Der Fachkräftemangel in der Pflege stellt derzeit eine große Herausforderung für das deutsche Gesundheitssystem dar. Eine zentrale Strategie zur Bewältigung dieses Engpasses ist die Integration internationaler Pflegefachpersonen. Das Forschungsprojekt an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) untersucht zentrale ethische, rechtliche und soziale Fragestellungen, die mit der beruflichen und gesellschaftlichen Eingliederung von Fachkräften aus dem Ausland verbunden sind.
Das Projekt wird durch den Freistaat Bayern sowie den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) gefördert. Kooperationspartner ist der Zweckverband Berufsfachschulen für Gesundheitswesen und Pflegeberufe Haßfurt/Schweinfurt (ZV-BFS). Gemeinsam wird ein umfassendes Konzept entwickelt, das eine nachhaltige und erfolgreiche Integration internationaler Pflegefachkräfte in den deutschen Gesundheitssektor ermöglicht.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den rechtlichen und ethischen Implikationen der Anerkennungsverfahren, den arbeitsrechtlichen Bedingungen sowie den Herausforderungen im interkulturellen Arbeitsumfeld. Das Projekt beleuchtet außerdem, welche Auswirkungen der Anerkennungsprozess und die Integration auf das Selbstverständnis und die berufliche Identität der internationalen Pflegefachpersonen haben.
Um eine ganzheitliche Integration zu gewährleisten, ist das Programm in drei Workshopgruppen gegliedert:
- Internationale Fachkräfte, die auf ihre neue berufliche und gesellschaftliche Umgebung vorbereitet werden,
- Stammpersonal, das im interkulturellen Austausch geschult und unterstützt wird,
- Integrationscoaches, die als Bindeglied zwischen den Gruppen fungieren und eine nachhaltige Eingliederung von der Einreise bis zur Berufsanerkennung fördern.
Die Workshops finden abwechselnd am ZV-BFS und der THWS statt und ermöglichen den Teilnehmenden, praxisnahe Strategien zur Integration zu erarbeiten. Dabei werden sowohl die individuellen Bedürfnisse der Pflegekräfte als auch die strukturellen Anforderungen der Gesundheitseinrichtungen berücksichtigt.
Ziel des Projekts ist es, auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse konkrete Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Integration internationaler Pflegefachkräfte zu entwickeln. Diese sollen sowohl den Fachkräften als auch den Gesundheitseinrichtungen zugutekommen und langfristig zu einer verbesserten Versorgungssicherheit beitragen.
Cluster: Gesundheit
Kontaktpersonen am IFAS: Prof. Dr. Lukas Slotala, Anna Müller B.A. (Projektmitarbeiterin)
Kooperationspartner: Zweckverband Berufsfachschulen für Gesundheitswesen und Pflegeberufe Haßfurt/Schweinfurt
Förderer: Freistaat Bayern & Europäischer Sozialfonds Plus (ESF+)
Laufzeit: 2024-2026
