Autonomie in der medizinischen Rehabilitation (AuRe)
Die Autonomie von Menschen mit Rehabilitationsbedarf in der medizinischen Rehabilitation ist eng mit dem grundlegenden Ziel der Selbstbestimmung und Teilhabe gemäß § 1 SGB IX sowie dem Rahmenkonzept der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV Bund, 2009) verknüpft. Um diesem übergeordneten Ziel gerecht zu werden, ist die Wahrung und Förderung der Autonomie von Rehabilitandinnen und Rehabilitanden von entscheidender Bedeutung.
Das Projekt zielt darauf ab, Erkenntnisse über den Stand der Autonomiewahrung und -Förderung im Setting der stationären medizinischen Rehabilitation zu gewinnen. Mittels einer Bedürfnisanalyse sollen Barrieren der Autonomiewahrung aus der Perspektive relevanter Akteurinnen und Akteure sowie autonomiefördernde Aspekte in der Rehabilitationspraxis identifiziert werden. Durch eine Kombination aus empirischer Untersuchung und normativ-theoretischen Überlegungen werden Fragen nach der Umsetzung des Autonomieprinzips, der Wahrnehmung der Autonomie durch beteiligte Akteurinnen und Akteure sowie der Identifikation von bewährten Praktiken beantwortet. Unter Einbezug von Expertinnen und Experten werden schließlich konsentierte Empfehlungen für die Praxis in Bezug auf die Wahrung und Förderung der Autonomie von Rehabilitandinnen und Rehabilitanden abgeleitet. Dadurch wird das übergeordnete Ziel der Selbstbestimmung und Teilhabe für Menschen mit Rehabilitationsbedarf unterstützt und gefördert.
Cluster: Gesundheit
Kontaktpersonen am IFAS: Prof. Dr. Silke Neuderth, Prof. Dr. Tanja Henking, LL.M., Dagmar Hindenburg, M.Sc. (Wissenschaftliche Mitarbeiterin)
Kooperationskliniken: Deegenbergklinik Bad Kissingen, Frankenlandklinik Bad Windsheim, Klinik Bad Oexen (Bad Oeynhausen), Bavariaklinik Bad Kissingen, Reha-Zentrum Schömberg, Hescuro Kliniken Bad Bocklet
Förderer: Deutsche Rentenversicherung Bund
Laufzeit: 2024-2027
