HIGH-M
Willkommen auf der Online-Präsenz des HIGH-M Projekts (Human Interaction assessment and Generative segmentation in Health and Music)!
Angesiedelt am Institut für Angewandte Sozialwissenschaften (IFAS) der Technischen Hochschule Würzburg Schweinfurt (THWS) wird im HIGH-M Projekt ein Analysetool entwickelt, das Autonomie - verstanden nach Kenneth E. Bruscia als Typen musikalischer Interaktion - in musiktherapeutischen Improvisationen untersucht. Dazu werden verschiedene Theorien zur Analyse von Improvisation und Interaktion miteinander synthetisiert und automatisiert. Mit der Frage nach spezifischen Typen von Interaktion, wird unser Analysetool an musiktherapeutischen Improvisationen von Personen mit depressiver Erkrankung getestet und angewandt.
In der Entwicklung unseres Tools verfolgen wir zwei Ziele in der Anwendung: Zum einen soll es in der Lage sein, musiktherapeutische und künstlerische Improvisationen in ihrer mikrosozialen Dynamik zu analysieren. Zum anderen soll es als diagnostisches Instrument in der klinischen Musiktherapie verwendet zu werden und Assessment-Prozesse damit unterstützen. Unser Fokus liegt dabei auf der Analyse und Erkennung depressiven Verhaltens, auf dem unser Datensatz beruht.
Unterstützt werden wir in der Entwicklung von zahlreichen nationalen und internationalen Partner*innen, die neben den bereitgestellten Daten, Expertise im Bereich computerbasierter Analyse, Music Information Retrieval und kognitiven sowie musiktherapeutischen Hintergründen mit einbringen. Die THWS ist auch Gründungsmitglied des International Music Therapy Assessment Consortium (IMTAC), wozu HIGH-M einen weiteren Beitrag leistet.
Auf den folgenden Seiten können Sie Näheres zum Aufbau, dem momentanen Stand der Studie, unseren Partnern und bisherigen Veröffentlichungen erfahren. Bei weiteren Fragen oder Interesse treten Sie gerne mit uns in Verbindung.
Aktuelles
07/07/2026 World Congress of Music Therapy (WCMT2026) in Bologna, Italy

Das HIGH-M-Team war auf dem World Congress of Music Therapy (WCMT 2026) vertreten und beteiligte sich sowohl an der Assessment Pre-Conference als auch am wissenschaftlichen Kongressprogramm.
Im Rahmen der Assessment Pre-Conference führten wir einen Workshop zu CAMII (Computational Assessment of Musical Interaction in Clinical Improvisation) durch. Darüber hinaus präsentierten wir die zugrunde liegende Forschung in einem Vortrag. CAMII analysiert automatisiert verschiedene Formen intermusikalischer Interaktion auf Basis von MIDI-Daten und unterstützt damit die computergestützte Untersuchung klinischer Improvisationen.
Ein besonderer Meilenstein war die offizielle Veröffentlichung von CAMII während des Kongresses. Das Tool steht nun sowohl als GitHub-Repository als auch als eigenständige Windows-Anwendung zur Verfügung und soll Forschenden den Zugang zu computergestützten Analysen musikalischer Interaktion erleichtern.
Neben der Vorstellung unserer eigenen Arbeit bot der Kongress zahlreiche Gelegenheiten, aktuelle Entwicklungen in der Musiktherapieforschung kennenzulernen und sich mit Forschenden und Praktizierenden aus aller Welt auszutauschen. Wir bedanken uns bei den Organisatoren für eine inspirierende Veranstaltung und freuen uns darauf, die gewonnenen Impulse in unsere weitere Forschung einfließen zu lassen.




